2013 - Südtirol

Dauer der Tour: 9 Tage
Gesamtstrecke: 3373 km
gefahrene Kilometer mit dem Auto: 1802
gefahrene Kilometer mit dem Motorrad: 1571

Nach langer Abstinenz, genauer gesagt liegt es 7 Jahre zurück, schlugen wir in Südtirol „unsere Zelte“ auf.
Unser Domizil war eine schöne Ferienwohnung im Appartement Andreas in Reischach bei Bruneck. Bruneck ist der Hauptort des Pustertals und natürlich eine Skihochburg. Der Hausberg „Kronplatz“ gilt mit seinen 2275 Metern Höhe als wichtiges Skigebiet Südtirols. Mit Schnee und Skifahren hatten wir eigentlich nichts am Hut, wir wählten Reischach als Ausgangspunkt durch die perfekte Lage zu den Dolomiten ( Sella Ronda ), aber auch die Nähe zur österreichischen Grenze bei Silian.

1. Tag "Anreise mit dem Auto" 903 Kilometer
Essen -> Köln -> Limburg -> Frankfurt -> Nürnberg -> München -> Inntal -> Innsbruck -> Brenner -> Bruneck / Reischach ( Riscone )

Um halb 6 morgens ging es los, schließlich lagen ja über 900 Kilometer vor uns. In einigen Bundesländern war Start in die Sommerferien, trotzdem war die Verkehrsvorhersage recht positiv. Wir kamen zunächst wirklich prima voran, bei Aschaffenburg legten wir eine Frühstückspause ein. Erstmalig waren wir mit meinem Tiguan unterwegs, der starke TDI-Motor brachte uns perfekt über die doch recht hügelige Landschaft der A3. Auf der A9 wurde es zunehmend voller und wir befürchteten das Schlimmste.

Und womit ? Mit Recht ! Denn nun folgten einige Unfälle, Staus und Stop-and-Go Phasen waren die Folge, insgesamt verloren wir knapp 40 Minuten Zeit. Nach langen 11,5 Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel in Reischach. Schnell wurde ausgepackt - Motorräder, Anhänger und der Tiguan wurden in der Tiefgarage geparkt.
Zum Abendessen gönnten wir uns in der einzigen offenen Pizzeria des Ortes eine leckere Pizza und ein paar kühle Blonde. Der Motorradurlaub 2013 hatte begonnen !!!

  • Abfahrt
  • Abfahrt
  • Brenner
  • bei Sterzing
  • bei Sterzing

2. Tag "Rund um die drei Zinnen" 242 Kilometer
Reischach ( Riscone ) -> St. Lorenzen -> Bruneck ( Brunico ) -> Toblach ( Dobbiaco ) -> Innichen ( San Candido ) -> Kreuzbergpass -> Danta di Cadore -> Auronzo di Cadore -> Tre Crocipass -> Cortina d’Ampezzo -> Gemärkpass -> Schluderbach ( Carbonin ) -> Misurinasee -> Schluderbach ( Carbonin ) -> Toblach ( Dobbiaco ) -> Pragser Wildsee -> Valdaora ( Olang ) -> Furkelpass -> Marebbe -> St. Lorenzen -> Reischach ( Riscone )

Da der Wetterbericht ab Nachmittags ein hohes Gewitterrisiko vorhersagte entschieden wir uns zu einer etwas kürzen Runde von etwa 200 Kilometern Länge. Erschwerend hinzu kam ein "Jedermann-Rennen" auf der Sella-Runde, so dass diese am heutigen Sonntag komplett für Radfahrer reserviert war.
Zunächst nutzen wir die Gelegenheit um den Ort Bruneck zu erkunden, außerdem musste ich auch tanken. Kaum in Bruneck angekommen zierte ein gelbes Schild einer Mineralölgesellschaft den Wegesrand. Der Liter Super für 1,849 Euro, na bravo. Der in Italien übliche Tankautomat wurde gefüttert und schon floss das flüssige Gold. Weiter ging es durch den Ort und schon nach wenigen Metern kam die nächste Abfüllstation für Kraftstoffe, kurz Tankstelle genannt. 1,749 Euro, glatte 10 Cent billiger als der Wettbewerber ... unglaublich, oder ?

Mit einem murmelnden "Mafia" unter dem Helm fuhren wir weiter. Zunächst ging es über die SS49 in Richtung Österreich. Kurz vor dem Pragser Wildsee ging gar nichts mehr, ein megalanger Stau lag vor uns - also Blinker setzen und vorbei. Wir fuhren locker 2 Kilometer vor bis endlich die Baustellenampel erreicht war. Generell herrschte hier unglaublich viel Verkehr, Fahrspaß kam da nicht auf. Erst als wir in Innichen zum Kreuzbergpass abbogen wurde es ruhiger und es hatte langsam etwas mit Motorradfahren zu tun. Richtig launig war aber eine kleine Straße nach Danta di Cadore, hier waren wir alleine unterwegs und hatten mächtig Spaß in den Backen. Nun fuhren wir Richtung Cortina und den Drei Zinnen. Auch hier war deutlich weniger los und wir genossen die schöne Landschaft und die schönen Kurven. Lediglich die vielen Baustellen und der mitunter schlechte Fahrbahnbelag trübten etwas die Freude.

Der Misurinasee war unser Wendepunkt und über Toblach ging es zurück nach Bruneck. Vorher bogen wir aber noch zum Pragser Wildsee ab. Leider zog es sich auch immer mehr zu und der See schwappte trübe vor sich hin. Bei tollem Wetter ein absolutes Naturereignis, heute aber nicht sehr eindrucksvoll. Da der Regen noch auf sich warten ließ verlängerten wir kurzerhand unsere Route und bogen kurz vor Bruneck zum Furkelpass ab. Die 19 kilometerlange Passtrasse war schon mehrmals Bestandteil des Giro d'Italia. Auf der Passhöhe befindet sich ein künstlich angelegter See, welcher während der Skisaison für Kunstschnee benötigt wird. Heute allerdings herrschten noch angenehme Temperaturen und wir setzten die Fahrt Richtung Bruneck fort. Trocken erreichten wir unsere Ferienwohnung in Reischach, die ersten 240 Kilometer waren im Kasten. Kaum eine Stunde später fing es ordentlich an zu regnen ...

  • Lago di Valdaora
  • Kreuzbergpass
  • Kreuzbergpass
  • Danta di Cadore
  • Danta di Cadore
  • Danta di Cadore
  • Lago di Santa Caterina
  • Federavecchia
  • Passo Tre Croci
  • Lago di Misurina
  • Lago di Misurina
  • Dürrensee
  • Dürrensee
  • Pragser Wildsee
  • Pragser Wildsee
  • Pragser Wildsee
  • Furkelpass
  • Furkelpass
  • Furkelpass
  • Furkelpass

3. Tag "Ruhetag" 0 Kilometer

Leider war der Wetterbericht wirklich gut ...
Wie schon gestern vorhergesagt prasselte es den ganzen Tag auf uns hinab. Erst am späten Nachmittag hörte es auf und die dichte Wolkendecke lockerte auf.

Folge war ein drastischer Temperatursturz, mehr als 10 Grad zeigte das Thermometer einfach nicht an. Wir erledigten erstmal unsere Einkäufe und zogen uns dann zum "Bruneck-Cup" mit der Playstation und Fifa 13 in unsere Wohnung zurück.

4. Tag "Dolomiten I" 374 Kilometer
Reischach ( Riscone )-> Olang ( Valdaora ) -> Furkelpass -> Longega -> Antermoia -> Würzjoch -> Gufidaun ( Gudon ) -> Kastelruth ( Castelrotto ) -> Panider Sattel -> St. Ulrich ( Ortisei ) -> Sellajoch -> Passo Pordoi -> Passo di Campolongo -> Corvara -> Passo di Valparola -> Passo di Falzarego -> Colle Santa Lucia -> Forcella Staulanza -> Passo Duran -> Forcella Franche -> Falcade -> Passo San Pellegrino -> Moena -> Canazei -> Sella Joch -> Grödner Joch -> Longega -> Reischach ( Riscone )

Wie immer ging um 8 Uhr unser Wecker, die Wolken hingen noch sehr tief aber die Straßen waren bereits abgetrocknet. Anscheinend hatte der Wetterfrosch wieder Recht und einem entspannten Tag stand wohl nichts im Wege.
„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ …
Heute wollten wir also die Dolomiten erkunden, in keiner Region reihen sich so viele Passtrassen aneinander wie hier in Südtirol. Sage und schreibe 14 Pässe lagen heute auf unserem Plan, einer schöner als der andere. Der erste davon war das 2003 Meter hohe Würzjoch, hier oben erlebten wir die erste Überraschung. Auf der Passhöhe sah es aus wie im Winterurlaub, die Straße war frei aber rechts und links neben der Straße lag ordentlich Schnee. Die zweite Überraschung war ein Parkplatzwächter der hier oben 2 Euro von jedem Autofahrer kassierte, Maut mal anders, verdutzt blickten wir uns an.

Die nächsten Kilometer waren etwas chaotisch und brachten die Erkenntnis dass ein Navi nicht immer optimal ist. Ich wählte ein paar kurvige Nebenstraßen um „romantisch“ durch die Dolomiten zu kommen, aber selbst die aktuellste Software war hier überfordert. Baustellen, die gehen in Italien eigentlich immer, taten das Übrige. Wir orientierten uns an St. Ulrich und kamen so wieder auf unseren eigentlichen Weg.

Der winterliche Motorradausflug ging weiter, Sella Joch, Passo Pordoi, Passo Valparola … alles Zweitausender auf denen noch ordentlich Schnee lag. Sicher … irgendwie hat das was, aber Hand aufs Herz …. zuhause würden wir nicht im Geringsten auf die Idee kommen bei dieser Witterung Motorrad zu fahren.
Schnell hatte ich einen neuen Freund gefunden der mich den Rest der Woche treu begleiten wird – meine Griffheizung ! Der Rest des Tages war einfach traumhaft – auf dem Staulanza, dem Duran und dem Pellegrino herrschte kaum Verkehr und wir konnten es ordentlich angehen lassen. Auch das abschließende Sella und Grödner Joch waren ob des späten Nachmittages herrlich zu befahren.
Um 19 Uhr stellten wir unsere Motorräder in unserer Tiefgarage ab und ließen den Tag sehr gemütlich ausklingen. Gut – ein paar Grad mehr hätten nicht geschadet, dennoch blickten wir auf einen tollen Tag zurück. Genau deswegen waren wir hier !!!

  • Antermoia
  • Antermoia
  • Würzjoch
  • Würzjoch
  • Würzjoch
  • Würzjoch
  • Würzjoch
  • Sella-Joch
  • Sella-Joch
  • Sella-Joch
  • Passo Pordoi
  • Passo Pordoi
  • Passo Pordoi
  • Passo Pordoi
  • Passo Valparola
  • Caprile
  • Passo Duran
  • Passo Duran
  • Passo Duran
  • Passo di San Pellegrino
  • Passo di San Pellegrino
  • Sella Joch
  • Sella Joch
  • Sella Joch
  • Sella Joch
  • Sella Joch
  • Sella Joch
  • Sella Joch
  • Grödner Joch
  • Grödner Joch
  • Grödner Joch
  • Grödner Joch
  • Grödner Joch
  • Grödner Joch
  • Grödner Joch

5. Tag "Dolomiten II" 359 Kilometer
Reischach ( Riscone )-> San Martino in Badia ( St. Martin in Thurn )-> Passo di Valparola -> Passo di Falzarego -> Pocol -> Passo di Giau -> Passo di Fedaia -> Moena -> Passo San Pellegrino -> Passo di Valles -> Passo di Rolle -> Tonadico -> Forcella Aurine -> Forcella Franche -> Passo Duran -> Passo Cibiana -> Cortina d'Ampezzo -> Tre Croci Pass -> Sant-Angelo-Pass -> Passo Cimabanche -> Toblach ( Dobbiaco ) -> Reischach ( Riscone )

Wieder ging es heute kreuz und quer durch die Dolomiten, 13 Pässe wollten wir diesmal unter die Räder nehmen.
Das Wetter war wie gestern, sonnig aber etwas frisch ... frohen Mutes machten wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg. Über den Valparola und den Falzarego ging es schnurstracks zum Passo di Giau, für uns das Aushängeschild in den Dolomiten. Im Internet haben wir über die Abzocke auf dem Giau gelesen, doch dazu kommen wir später.

Zunächst erwischten wir eine super Auffahrt, am Giau herrschte - genau wie im Rest der Dolomiten an Wochentagen - wenig Verkehr. Zügig und mit breitem Grinsen im Gesicht erreichten wir die Passhöhe. Aber was sahen wir da ? Kurz vor der Passhöhe stand ein nicht sehr sichtbares Schild mit einer 50 drauf. Das schlägt dem Fass den Boden aus ... nahezu jeder Biker hält auf der Passhöhe an um das tolle Panorama zu genießen. Wer denkt eine halbe Stunde später schon an das Schild ? Denn bevor man den Berg hinab fährt ist kein neuerlicher Hinweis zu sehen. Stattdessen stehen am Wegesrand 2 stationäre Radarfallen auf den ersten 2,5 Kilometern ... direkt danach ist die Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben. Doch damit nicht genug, auf der Passhöhe stand ein Pickup auf dem noch eine mobile Radarstation montiert war. Fassungslos fuhren wir weiter ...

Im Folgenden erlebten wir die komplette Schönheit der Dolomiten, wie an einer Perlenkette reihten sich nun die schönsten Dolomitenpässe aneinander. Zu unserer Überraschung fanden wir kaum gehirnamputierte Motorradfahrer vor, dieses hatte uns vor einigen Jahren extrem gestört. Gut - einige die damals den Führerschein verloren haben bereisten Südtirol nun mit dem Fahrrad - aber ansonsten war zumindest unter der Woche alles relativ entspannt.
Außer auf dem Fedaia ... unsere Bikes parkten genüsslich am Wegesrand und wir schossen - bei einsetzendem Regen - unsere Erinnerungsfotos. Eine kleine Gruppe Biker kam angebraust, parkten ihre Karren direkt vor unseren und gröhlten wie in bester Ballermann-Manier durch die Gegend. Platz ohne Ende aber uns zuparken ! Nach einem Blick auf die Kennzeichen ( DU für Duisburg ) war uns aber einiges klar, wir rangierten etwas herum und suchten das Weite.

Der Rest des Tages verlief sehr harmonisch und von Regen war weiter keine Spur. Es war erneut 19 Uhr als wir die Triebwerke abstellten und dann unseren Flüssigkeitshaushalt regelten.

  • Reischach ( Riscone )
  • Passo di Valparola
  • Passo di Valparola
  • Passo di Valparola
  • Passo di Falzarego
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Fedaia
  • Passo di Fedaia
  • Passo di Fedaia
  • Passo di Fedaia
  • Passo di Fedaia
  • Passo di Fedaia
  • Passo di Fedaia
  • Moena
  • Passo di Valles
  • Passo di Valles
  • Passo di Valles
  • Passo di Rolle
  • Passo di Rolle
  • Passo di Rolle
  • Passo di Cereda
  • Passo Cibiana
  • Passo Cibiana
  • bei Misurina
  • bei Misurina
  • bei Misurina
  • Lago di Misurina

6. Tag "Vier-Täler-Tour" 343 Kilometer
Reischach ( Riscone )-> AS Brixen -> Mebo -> Terlan ( Terlano ) -> Vöran ( Verano ) -> Meran ( Merano ) -> San Leonardo in Passiria -> Jaufenpass -> Sterzing ( Vipiteno ) -> Penser Joch -> Sarnthein ( Sarentino ) -> Auna di Sopra -> Waidbruck ( Ponte Gardena ) -> Gufidaun ( Gudon ) -> Halsl -> Würzjoch -> Antermoia -> Longega -> Reischach ( Riscone )

Südtirol und seine Täler ... für einige ein Buch mit 7 Siegeln.
Zu den wohl bekanntesten gehören das Pustertal, das Eisacktal und das Passeiertal. Genau durch diese Täler ging die heutige Tour, hinzu kam noch das idyllische Sarntal. Zunächst aber fuhren wir über die Bundesstraße auf schnellstem Wege zur Autobahn um so die Anreise nach Bozen zu überbrücken.
"Auf schnellstem Wege" ... Na ja, dass ist auf italienischen Bundesstraßen kaum möglich. Wie schon die ganze Woche sind diese total überfüllt und wir kamen nur schleppend voran. Nach fast 45 Minuten war die Auffahrt Brixen/Pustertal erreicht und wir fuhren auf der A22 bis Bozen-Süd, die Maut für Motorräder betrug auf diesem Teilstück 3,60 €.
Nach einer Ausfahrt auf der Mebo ging es über Terlano und Verano in Richtung Meran. Diese Strecke war einfach ein Genuss ... wenig Verkehr, richtig spaßige Kurven und eine tolle Landschaft luden zum perfekten Motorradfahren ein. Kurz hinter Meran kamen wir dann ins Passeiertal wo mit dem Jaufen die erste Passstraße des heutigen Tages auf uns wartete.

Durch die .... sagen wir mal milden Temperaturen war auch hier heute nicht viel los. Wir konnten es gut angehen lassen und flogen nur so dem Gipfel entgegen. Auf der Passhöhe wagten wir es uns kaum die Handschuhe auszuziehen, ein zügiger Wind verstärkte noch die kalten Temperaturen. Schnell ging es weiter und über Sterzing kamen wir rasch zum Penser Joch. Hier fanden wir das gleiche Bild wie am Jaufen vor, sehr frisch, dadurch hatte man aber relativ freie Fahrt.

Nach einer kleinen Schneeballschlacht auf der Passhöhe ging es hinab ins schöne Sarntal. Nun bogen wir links ab nach Aura die Sopra und Ritten - die Strecke hinab ins beginnende Eisacktal nach Barbiano, bzw. Ponte Gardena ist fahrerisch und landschaftlich ein Hochgenuss. Es beweist mal wieder ... in Südtirol müssen es nicht die bekannten und großen Alpenstraßen sein um mächtig Spaß zu haben.
Eigentlich sollte es am Nachmittag anfangen zu regen, wir hatten jedoch Glück - es zogen zwar dunkle Wolken auf aber bis 18 Uhr blieben wir trocken. Um sicher zu gehen machten wir fortan nur noch kurze Pausen um uns mal kurz die Beine zu vertreten.

Über das Würzjoch erreichten wir dann wieder das Pustertal, wo sich ja auch unsere Ferienwohnung befand.
Auch dieser Tag machte viel Laune und durch das geringe Verkehrsaufkommen war es ein perfekter Motorradtag !

  • Verano
  • Verano
  • Verano
  • Verano
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Auna di Sopra
  • Auna di Sopra
  • Auna di Sopra
  • Auna di Sopra
  • Funes
  • Funes
  • Funes
  • Würzjoch
  • Würzjoch

7. Tag "Ruhetag" 0 Kilometer

Erneut hatte der vorzügliche Wetterbericht der Autonome Provinz Bozen recht. Fast den ganzen Freitag regnete es Bindfäden, die Schneefallgrenze sank unter 1500 Meter.
Für uns hieß das mal wieder Bikes stehen lassen, einkaufen und dann dem Gegner bei Fifa 13 zeigen wo der Hammer hängt. Na ja, zumindest das mit dem Einkaufen hat geklappt ...

8. Tag "Staller Sattel" 254 Kilometer
Reischach ( Riscone ) -> Toblach ( Dobbiaco ) -> Passo Cimabanche -> Cortina d'Ampezzo -> Passo di Giau -> Selva di Cadore -> Passo di Falzarego -> Passo Valparola -> La Villa -> Corvara in Badia -> Passo Campolongo -> Corvara in Badia -> La Villa -> Badia -> Longega -> Furkelpass -> Antholz ( Anterselva ) -> Staller Sattel -> Antholz ( Anterselva ) -> Bruneck ( Brunico ) -> Reischach ( Riscone )

  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Passo di Giau
  • Colle Santa Lucia
  • Colle Santa Lucia
  • Colle Santa Lucia
  • Colle Santa Lucia
  • Passo di Valparola
  • Passo di Valparola
  • Passo di Valparola
  • Passo di Valparola
  • Marebbe
  • Staller Sattel
  • Staller Sattel
  • Staller Sattel
  • Staller Sattel
  • Antholzer See

Zum heutigen Abschluss hatten wir uns noch eine Runde mit einigen Highlights ausgesucht.
Da wir nachmittags unsere Bikes reisefertig machen wollten, ging es über eine Strecke von 230 km die mit dem Passo di Giau, Passo di Falzarego, Passo Valparola, Passo Pordoi, Sella und Grödner Joch noch einige Zweitausender beinhaltete. Dass es heute voller werden würde als unter der Woche war ja normal, unnormal war aber das was sich heute abgespielt hat ...

Ausnahmsweise kamen wir auf der Bundesstraße gut voran und erreichten mit Toblach schnell den Einstiegsort in die Dolomiten. Nach Cortina bogen wir ab zum Passo di Giau, der Betrieb nahm deutlich zu, dennoch erwischten wir eine freie Auffahrt und waren so schnell auf der Passhöhe von über 2200 Meter. Das kalte Wetter der letzten Tagen war hier deutlich zu sehen, nur der halbe Parkplatz war vom Schnee geräumt und man blickte auf eine schneeweiße Winterlandschaft.
Wieder bestens im Blick das Tempo 50-Schild an dass wir uns auch bei Abfahrt hielten. Allerdings scheint dieses nur für die Abfahrt zu gelten, denn hinauf flog uns eine Motorradgruppe nach der anderen entgegen. Die einen überholten sich gegenseitig trotz dichtem Gegenverkehrs in der Kurve, die anderen meinten hier wäre der Staller Sattel und man wäre allein unterwegs.
Nach fast einer Woche muss ich nun meine Meinung revidieren, es gibt sie doch noch die hirnlosen Motorradfahrer. Obwohl, einer war echt nett ... Er hat mich noch gegrüßt bevor er mir fast frontal reingekachelt wäre. 


Schade .... die Dummen sterben einfach nicht aus ! Ähnliche Jagdszenen spielten sich auch am Falzarego und Valparola ab und wir ahnten was uns auf der Sellarunde erwartete.
Am morgigen Sonntag waren die Passstraßen hier - mal wieder - für Radfahrer gesperrt. Genau wie eine Woche vorher fand also ein Radrennen statt, diesmal der Maraton Dolomiti. Die Betonung muss dabei eigentlich auf MORGEN liegen, aber die vorhandenen Geschehnisse kann ich nicht in Worte fassen, dass muss man einfach miterlebt haben. Ab La Villa säumten Tausende ( kein Scherz ) Radfahrer den Weg. Corvara war voller als der Essener Weihnachtsmarkt Sonntags Nachmittags bei Sonnenschein, Autofahrer versuchten einen Weg durchs Chaos zu finden. Als Motorradfahrer wurde man gar ignoriert. Es wurde überholt und nebeneinander gefahren als gehört einem dir Welt, ohne Hupe wäre hier sicher Schlimmeres passiert. Aber ist dass nicht so, dass man zugedröhnt seine Umwelt nicht mehr wahrnimmt ?
Mitten auf dem Campolongo war für uns Schluss - wir kehrten um und versuchten schnell diesen Gestörten zu entfliehen. Über Badia und Longega fuhren wir den kleinen, aber feinen Furkelpass hinauf. Leider zog es sich immer mehr zu und wir legten - diesmal rechtzeitig - unsere Regenbekleidung an.


Trotzdem hatten wir an diesem Tag noch ein Ziel, den Staller Sattel. Auch wenn es weiter tröpfelte, wir waren genau in der Zeit um die Auffahrt zwischen 14.30 und 14.45 zu erwischen. Oben angekommen nahm der Regen zu, aber heute konnte uns nichts mehr schockieren. Kurz nach Drei ging es wieder abwärts und ein kurzer Fotostop am Antholzer See beendete quasi die Motorradtour 2013. Die letzten Kilometer bis Bruneck wurden routiniert abgespult und zuhause war auch die Regenbekleidung wieder trocken. Ebenso Routine war das Verladen unserer Motorräder, diesmal allerdings bequem in der Tiefgarage direkt an unserer Wohnung.
Nach einem Besuch in der Pizzeria Tantalus, und einem kurzen Abend mit Bit und Fifa 13 endete ein erlebnisreicher Tag.

9. Tag "Abreise mit dem Auto" 899 Kilometer
Bruneck / Reischach ( Riscone ) -> Brenner -> Innsbruck -> Inntal -> München -> Nürnberg -> Würzburg -> Frankfurt -> Limburg -> Köln -> Essen

Von der Heimreise gibt es nichts, aber auch gar nichts ungewöhnliches zu berichten.
Kurz nach fünf verließen wir unser Quartier in Reischach bei Bruneck. Ohne Stau oder andere Probleme kamen wir gut voran, hier macht sich das Sonntags-LKW-Verbot deutlich bemerkbar. Nach 11 Stunden Fahrt wurde ausgeladen und das Arbeitsleben nahm wieder seinen Lauf.

Fazit
Das Fazit fällt in diesem Jahr recht gemischt aus.
Wäre zum einen das Wetter ... Doll war es nicht, aber dennoch hatten wir noch Schlimmeres befürchtet. Für die Jahreszeit war es deutlich zu kühl, zudem könnten wir 2 Tage gar nicht fahren.

Südtirol und die Dolomiten sind landschaftlich einfach klasse, aber irgendwie beschleicht einen dass Gefühl dass man sich hier auf andere Zweiradtouristen spezialisiert hat. Die schon erwähnte Abzocke am Giau, die "Parkgebühren" auf den bekannten Pässen und die besorgte Aufmerksamkeit der Carabinieri sprechen eine deutliche Sprache. Hinzu kommen überfüllte Bundesstraßen und etliche Touristen die den Passtrassen nicht gewachsen sind.

Dennoch, soviele Passstraßen auf engstem Raum .... das findet man fast eben nur hier !

  • Appartment Andreas / Reischach
  • Reischach ( Riscone )
  • Appartment Andreas / Reischach
  • Reischach ( Riscone )
  • Bruneck ( Brunico )