2007 - Tirol ( Zell am Ziller )

Dauer der Tour: 8 Tage
Gesamtstrecke: 3578 km
gefahrene Kilometer mit dem Auto: 1582
gefahrene Kilometer mit dem Motorrad: 1996

Nachdem wir uns im Laufe des Jahres selber einen Motorradanhänger zugelegt hatten, ging die Reise - die Bikes natürlich per Huckepack - in das schöne Zillertal !
Wir waren etwas skeptisch, ob dies der richtige Ausgangspunkt für uns ist, aber die geplanten Touren versprachen einiges !

Nach 3 Jahren Abstinenz waren auch unsere "alten" Mitstreiter Olaf ( Honda CBR 1100 XX ) und Andreas ( Suzuki GSF1200 Bandit S ) wieder mit von der Partie.

1. Tag "Anreise mit dem Auto" 793 Kilometer
Essen -> Köln -> Limburg -> Frankfurt -> Würzburg -> Nürnberg -> München -> Inntal -> Kiefersfelden -> Fügen -> Zell am Ziller

Die Motorräder wurden bereits am Vorabend verzurrt und so konnte es Sonntag morgens direkt um 6 Uhr losgehen.
Den ersten Stopp legten wir schon nach genau einer Minute ein, unsere Beleuchtung am Hänger funktionierte nicht mehr. Aber wozu hatten wir einen eigenen Elektriker dabei ? Ati befestige die rausgerissenen Kabel im Nu und schon ging es weiter.
Ansonsten verlief unsere Anreise aber ohne Probleme, lediglich kurz vor dem Ziel wurden wir etwas aufgehalten. Wie wir schon vorher erfahren haben, war der Breitfalltunnel wegen Renovierungsarbeiten komplett gesperrt. Der Tunnel führt direkt von der Autobahnabfahrt Achensee hinein ins schöne Zillertal. Nun wurde aber der komplette Verkehr durch das Örtchen Strass im Zillertal umgeleitet, was zu einigen Verzögerungen führte. Dieses Problem sollte uns aber die ganze Woche begleiten.

Relativ entspannt kamen wir um 16 Uhr am Gasthof Alpenhof in Zell am Ziller an. Schnell wurden die Zimmer bezogen und die Motorräder für die erste Tour vorbereitet. Heute führte uns unser Weg allerdings nur noch an den Tresen !

  • Verladung
  • Verladung
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  • Verladung
  • Verladung
  • Autohof Mogendorf
  • Zillertal

2. Tag "Rossfeldringstraße" 416 Kilometer
Zell am Ziller -> Gerlospass -> Zell am See -> Saalfelden -> Filzensattel -> Dientersattel -> Bischofshofen -> St. Koloman -> Rossfeldringstraße -> Bad Reichenhall -> Schneizlreuth -> Steinpass -> Kniepass -> Pass Strub -> St. Johann in Tirol -> Wörgl -> Strass im Zillertal -> Zell am Ziller

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Gerlospass. Über die B165 und die B168 fuhren wir nach Zell am See. Ziel sollte heute die Rossfeld-Panoramastraße bei Berchtesgaden sein. Zugeben, die Fahrt über die österreichischen Bundesstraßen ist auf den ersten Blick nicht gerade sehr anspruchsvoll, aber der Filzen- und der Dientersattel zwischen Saalfelden und Bischofshofen bereiten große Freude. Bei Bischofshofen ging es für einen Moment auf die Autobahn. Dank des Zumo fuhren wir über kleine, kurvenreiche Straßen zur Rossfeld-Panoramastrasse - wie sie offiziell heißt. In Oberau mussten wir 3,50 Euro berappen und der Spaß konnte beginnen.

Zahlreiche Serpentinen führen auf eine Höhe von fast 1600 m über NN. Vom großen Parkplatz auf dem Scheitelpunkt hat man einen fantastischen Blick auf das Berchtesgadener und Salzburger Land. Beeindruckend, wie sich der Asphalt durch die Landschaft schlängelt.
Nachdem uns eine "etwas ältere" Reisegesellschaft zutextete ( früher bin ich auch Motorrad gefahren .. ), suchten wir das Weite und begaben uns auf die kurvenreiche Abfahrt nach Obersalzberg. Dieser kleine Ort verfügt über eine große geschichtliche Vergangenheit. Obersalzberg war seit 1923 das Feriendomizil von Adolf Hitler. Auf ein Besuch des Dokumentationszentrums verzichteten wir wohlwollend und fuhren direkt weiter nach Berchtesgaden.

Die nächste Stunde ging unter dem Titel " Dirk und das Zumo" in unsere Tourgeschichte ein. Aufgrund einer Baustelle war ein Teilstück der B 305 gesperrt. Leider hatte ich auf diesem Teilstück ein Zwischenpunkt gelegt, das Navi flippte völlig aus und wollte mich immer wieder dorthin zurück führen. Ich widersetzte mich den Anweisungen von "Steffi" und fuhr Richtung Bad Reichenhall, was sich zunächst als garnicht so falsch herausstellte. Ich fluchte und schimpfte unter dem Helm und fuhr dann instinktiv weiter in Richtung einer ausgeschilderten Autobahn. Mehrmals bootete ich das Gerät während der Fahrt hoch, welches dann aus Trotz mit Löschung der Route reagierte. Plötzlich und unerwartet waren wir kurz vor Salzburg, also genau entgegengesetzt unserer ursprünglichen Route. Es wurde die gute alte Karte ausgepackt und sich neu orientiert. Bevor ich böse eMails bekennender Zumo-Anhänger bekomme: Natürlich waren dies alles Bedienungsfehler und ich hätte schon eher die Route löschen und manuell ein neues Ziel angeben können :-)
Na ja, es war ja auch die erste Tagestour mit dem Zumo !

Über Schneizlreuth, Lofer, St. Johan, Wörgl und Uderns erreichten wir wieder Zell am Ziller. Trotz der vielen Bundesstraßen blickten wir auf eine interessante Tour zurück. Highlight war natürlich die Rossfeld-Panoramastraße, welche wirklich empfehlenswert ist.
Bei dem ein oder anderen Glas Zillertal Bier brachten wir Olaf das "Schocken" bei, allerdings mit mäßigem Erfolg, wie er beim Bezahlen feststellen musste. Das bekannte Würfelspiel Schocken wird in Hessen Jule, in Niedersachsen Mörkeln und in Schleswig-Holstein Maxen genannt !

  • Zell am Ziller
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • bei Maria Alm
  • bei Maria Alm
  • bei Maria Alm
  • bei St. Koloman
  • bei St. Koloman
  • bei St. Koloman
  • Roßfeldpanoramastrasse
  • Roßfeldpanoramastrasse
  • Roßfeldpanoramastrasse
  • Roßfeldpanoramastrasse
  • Roßfeldpanoramastrasse
  • Roßfeldpanoramastrasse
  • Roßfeldpanoramastrasse
  • Roßfeldpanoramastrasse
  • bei St. Johann

3. Tag "Grossglockner I" 311 Kilometer
Zell am Ziller -> Gerlospass -> Mittersill -> Bruck an der Grossglocknerstrasse -> Grossglockner Hochalpenstrasse -> Iselsbergpass -> Lienz -> Matrei in Osttirol -> Felbertauernstrasse -> Mittersill -> Gerlospass -> Zell am Ziller

Als ich um 7 Uhr noch im Halbschlaf auf dem Balkon nach dem Wetter schaute, lief Olaf schon winkend am Haus vorbei und joggte noch eine Runde. Na ja, jeder wie er es mag - ich bleibe lieber eine Stunde länger liegen...
Bei herrlichem Wetter starteten wir um halb Zehn wieder in Richtung der Gerlos Alpenstraße. Ein Tagesticket kostet hier 4 Euro, wie der Name schon sagt, braucht man für den Rückweg am gleichen Tag nichts bezahlen. Ein kleiner Tipp am Rande: Beim ADAC gibt es Tourentickets für den Grossglockner und die Gerlosstrasse. Zurück zur Tour .... wie gestern auch fuhren wir die Bundesstraße 165 über Mittersill in Richtung Zell am See. In Bruck an der Grossglocknerstrasse wurde uns klar, dass die Wettervorhersage an diesem Tag wohl leider stimmt. Es wurde zunehmend dunkler und ein Blick hinauf zum Glockner verhieß nichts Gutes. Aber wo wir schon mal hier waren ging es zügig hinauf zum Fuscher Törl. Viele Autohersteller nutzen den Grossglockner als Teststrecke für Fahr- und Bremstests, Erlkönige sind hier nicht selten zu sehen. Heute war ein Autobauer aus Wolfsburg unterwegs ...
Am Fuscher Törl angekommen konnten wir zunächst noch wie gewohnt unsere Fotos machen. Plötzlich und erwartet machten wir mit dem Bergwetter Bekanntschaft. Innerhalb von Minuten zog es sich dermaßen zu, dass Nebelscheinwerfer an unseren Bikes sinnvoll gewesen wären. Schnell machten wir uns auf und suchten das Weite. Die Fahrt nach Heiligenblut war extrem schwierig. Wie auf Schmierseife quälten wir uns bei sehr mäßiger Sicht hinab ins Tal, so bereitete der Grossglockner wirklich kein Vergnügen !

Ab Lienz ließ der Regen etwas nach und wir fuhren über die Felbertauernstraße zurück nach Mittersill. Der Felbertauern ist relativ unspektakulär und ist wirklich nur zur reinen An- und Abreise geeignet. An den Krimmler Wasserfällen vorbei ging es wieder in unserer Hotel nach Zell am Ziller, wo bei einem leckeren Abendessen, Abendtrinken und einigen Knobelrunden der Tag abgeschlossen wurde.

  • Zell am Ziller
  • Zillertal
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Gerlospass
  • Mautstelle Ferleiten ( Grossglockner )
  • Mautstelle Ferleiten ( Grossglockner )
  • Nassfeld ( Grossglockner )
  • Nassfeld ( Grossglockner )
  • Nassfeld ( Grossglockner )
  • Nassfeld ( Grossglockner )
  • Nassfeld ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Felbertauerntunnel
  • Felbertauernstrasse
  • Felbertauernstrasse
  • Felbertauernstrasse
  • Felbertauernstrasse
  • Krimmler Wasserfälle
  • bei Krimml

4. Tag "Namlostal" 393 Kilometer
Zell am Ziller -> Innsbruck -> Seefelder Sattel -> Scharnitzpass -> Mittenwald -> Walchensee -> Kesselbergstrasse -> Kochelsee -> Oberau -> Ammersattel -> Reutte -> Berwanger Sattel -> Namlostal -> Hahntennjoch -> Imst -> Innsbruck -> Ried im Zillertal -> Zell am Ziller

Am vierten Tag der diesjährigen Tour stand für uns Neuland auf dem Programm. Der Weg führte uns hinauf nach Tirol ins schöne Lechtal, nahe der deutschen Grenze. Zunächst mussten wir aber wieder aus dem Zillertal heraus und so machten wir uns zeitig auf den Weg in Richtung Innsbruck. Das erste Stück war nicht sehr schön zu fahren, die Autobahn war verstopft und voller Baustellen. Es dauerte einiges, bis wir endlich die Ausfahrt Zirl erreichten. Ein bisschen genervt legten wir in Seefeld eine Pause ein. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen konnten, nahm nach der Pause seinen Lauf: es wurde eine der schönsten Touren !

Über den Scharnitzpass gelangten wir nach Deutschland an den Walchensee. Der Ausblick auf den See ist einfach fantastisch. Hier hat der Tourismus noch nicht so zugeschlagen und man kann die unberührte Natur auf sich wirken lassen. Die Straße entlang des Ufers lädt zum fleißigen Kurvenschwingen ein, über die Kesselbergstrasse ging es weiter zum Kochelsee. Hier schlagen wir dann wieder den Weg Richtung Österreich ein. Über schön und flüssig zu fahrende Bundesstraßen erreichen wir den Plansee.

Hier legten wir eine ausgiebige Rast ein, direkt am Ufer genossen wir die herrliche Landschaft und die Sonnenstrahlen.

Weiter ging es zum Berwanger Sattel, welcher den Einstieg ins Namlos Tal darstellte. Das Namlos Tal ist noch als Geheimtipp zu betrachten: Kurven ohne Ende und kaum Gegenverkehr. Ich ließ ordentlich die Rasten schleifen und genoss die Zweisamkeit mit meiner Dicken. Über das enge und kurvenreiche Hahntennjoch ging es dann zurück Richtung Imst. Das Hahntennjoch war der würdige Abschluss unserer Tagestour, auch hier herrschte kaum Verkehr, der Belag war einsame Spitze und die Kurven und Kehren ließen uns das Herz aufgehen. In Imst fuhren wir dann auf die A 12, welche uns zurück ins Zillertal brachte.

Heute wurden uns die Vor- und Nachteile des Zillertals verdeutlicht. Die An- und Abreise zu der jeweiligen Tour ist recht mühsam und eintönig. Dafür kann man vom Zillertal aus viele schöne Teile Österreichs und Bayerns erreichen. Wie zum Beispiel das Namlos Tal, denn die heutige Tour war trotz der Ab- und Abreise über die Autobahn ein Traum. Auch die Region rund um den Walchensee kann ich Euch nur ans Herz legen. Es müssen nicht immer die Pässe mit den "großen Namen" sein !

  • Zell am Ziller
  • bei Seefeld
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Walchensee
  • Kochelsee
  • Kochelsee
  • Kochelsee
  • Kochelsee
  • Ammersattel
  • Ammersattel
  • Ammersattel
  • Plansee
  • Plansee
  • Plansee
  • Plansee
  • Plansee
  • Namlostal
  • Namlostal
  • Namlostal
  • Namlostal
  • Hahntennjoch
  • Hahntennjoch
  • Hahntennjoch
  • Hahntennjoch
  • Hahntennjoch
  • Hahntennjoch

5. Tag "Timmelsjoch" 376 Kilometer
Zell am Ziller -> Innsbruck -> Sellrain -> Kühtaisattel -> Oetz -> Sölden -> Timmelsjoch -> Jaufenpass -> Penser Joch -> Sterzing -> Brennerpass -> Aldrans -> Hall -> Ried im Zillertal -> Zell am Ziller

Durch den milden Winter war das Timmelsjoch in diesem Jahr relativ früh der Wintersperre erlegen. Natürlich wollten wir dieses ausnutzen, denn die meisten von uns sind das Timmelsjoch noch nicht gefahren.

Zunächst ging es also wieder auf die A12 in Richtung Innsbruck. Da heute Feiertag war, hatten wir berechtigten Grund zur Annahme, dass die Autobahn besser zu befahren sei als gestern. Genauso war es auch: Schnell erreichten wir die Ausfahrt Zirl und bogen ab in Richtung Kühtaisattel. Wir waren gerade mal ein paar Kilometer auf der Landstraße unterwegs, da wurden wir jäh gestoppt. Bei Sellrain ging vor uns plötzlich garnichts mehr. "Oh je, da wird sich wohl ein Biker langgemacht haben", so oder ähnlich waren unsere ersten Gedanken. Wir parkten unsere Zweiräder und stiefelten ein paar Meter nach vorn. Wie sich schnell herausstellte, handelte es sich "lediglich" um eine Fronleichnams-Prozession.

Nach einem guten Viertelstündchen ging es dann weiter, aber wiederum war der Fahrspaß nur von kurzer Dauer. Nur ein Örtchen weiter dasselbe Spiel, das kann ja heiter werden, wenn hier jedes Kaff seine eigene Prozession hatte. Diesmal dauerte unser unfreiwilliger Aufenthalt nur knapp 10 Minuten. Endlich konnten wir den griffigen Asphalt hinauf zum Kühtaistausee unter die Räder nehmen. Trotz des Feiertages herrschte hier kaum Verkehr - kein Wunder, es waren ja alle bei diversen Prozessionen.

Über die Bundesstraße 186 ging es weiter Richtung Bella Italia. Hinter dem bekannten Skiort Sölden begann der Aufstieg zum Timmelsjoch. Auch hier merkte man das ein Feiertag war, viele Biker nutzen das lange Wochenende für einen Kurzurlaub. Es wurde zunehmend voller und voller und das Motorradfahren wurde somit immer stressiger. Leider hatten viele Gehirne auch Kurzurlaub, direkt hinter der Mautstelle sah es aus wie in einer Startaufstellung beim Moto-GP.
Wir starteten aus der Boxengasse am Ende des Feldes und hatten auch mit Verstand eine Menge Spaß. Wie schon in den letzten Tagen konnte ich mich auf meine neuen Reifen verlassen, der Metzeler Z6 hat deutlich mehr Grip als sein Vorgänger Z4. Dieses Terrain ist für die FJR wie geschaffen, schnell erreichten wir die Passhöhe, auf der wir einige Minuten das bunte Treiben beobachteten. Die Passhöhe stellt zugleich auch die Landesgrenze dar, was sich auch direkt in der Fahrbahnbeschaffenheit ausdrückte. Ich weiß zwar nicht, wofür die Italiener die neue Maut am Timmelsjoch verwenden, für den Straßenbelag aber auf keinen Fall.
Das Timmelsjoch ging nahezu fließend in die Auffahrt zum Jaufenpass über. Zwar lässt auch hier die Fahrbahn Wünsche übrig, aber der Jaufen ist trotzdem genial. Hier paaren sich steile Kehren mit schnellen, langgezogenen Kurven, die beeindruckende Landschaft komplettiert das perfekte Erlebnis. Wie es sich für "Pässesammler" gehört, machten wir auch auf dem Jaufen eine kurze Rast mit obligatorischer Fotopause.

Da wir aber noch einige Kilometer vor uns hatten, ging es direkt weiter zum nächsten Ziel: das Penser Joch. Kaum oben angekommen, spielten sich wahnsinnige Szenen ab. Nicht nur Biker waren zahlreich unterwegs, auch ein Porscheclub nutze das Wetter zu einer Ausfahrt. Schon auf der Passhöhe begannen die ersten Jagdszenen, wir zogen es vor uns hinter der Leitplanke in Sicherheit zu bringen. Mit einer Kiste Bier und ein paar Bratwürstchen hätten wir es hier stundenlang aushalten können, doch irgendwann mussten wir auch weiter. Wir fuhren zurück nach Sterzing, wo wir dann über den Brennerpass wieder nach Österreich einreisen wollten.
Auf der alten Brennerstraße ist Vorsicht geboten, es sei denn, man steht auf "Urlaubsfotos" die einem sogar nach Hause geschickt werden. Kurz hinter Matrei bogen wir rechts ab, diese Straße wäre ich ohne Navi wohl nicht gefahren. Es ging knapp vorbei an der Skisprungschanze Bergisel und wir umfuhren so geschickt das Nadelöhr Innsbruck. Bei Hall in Tirol ging es dann auf die Autobahn, die uns schnell und sicher zurück ins Zillertal brachte.

Es lag ein erlebnisreicher Tag hinter uns. Das Wetter spielte mit und die Streckenführung bot alles, was das Bikerherz begehrt. Leider tümmeln sich auf den namhaften Pässen immer mehr Idioten und betreiben Ihre eigenen Rennen. Dass sie andere dabei gefährden, daran denken sie nicht. Aber womit auch ?

  • Zillertal
  • bei Sellrain
  • Gries im Sellrain
  • Speicher Längental ( Kühtai )
  • Speicher Längental ( Kühtai )
  • Kühtaisattel
  • Kühtaisattel
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Timmelsjoch
  • Jaufenpass
  • Jaufenpass
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch
  • Penser Joch

6. Tag "Grossglockner II" 271 Kilometer
Zell am Ziller -> Pinzgauer Höhe -> Wald im Pinzgau -> Mittersill -> Bruck an der Grossglocknerstrasse -> Grossglockner Hochalpenstrasse -> Bruck an der Grossglocknerstrasse -> Mittersill -> Wald im Pinzgau -> Pinzgauer Höhe -> Zell am Ziller

Bei unserem ersten Besuch der Grossglockner-Hochalpenstraße erhielten wir ein kostenloses Ticket, welches 10 Tage nach der ersten Fahrt einlösbar war. So machten wir uns abermals auf in Richtung Zell am See, mit der Hoffnung dieses Mal besseres Wetter am Glockner zu erwischen. Ich hatte es mir zumindest so für Olaf gewünscht, denn er feierte heute seinen 38. Geburtstag !

Die Anfahrt zum Glockner verlief eintönig und ohne Probleme. Kaum waren wir an der Mautastelle Ferleiten angekommen, erlebten wir ein Deja Vù. Es fing an zu regnen, um dem Schauer zu entgehen, lud uns Olaf auf einen leckeren Geburtstags-Strudel ein. Die Wolken verzogen sich und wir begannen unsere Auffahrt zum Fuscher Törl. Da die Straße auch nicht sehr feucht war, konnten wir es recht zügig angehen lassen. Auf 2428 Meter Höhe hatten wir diesmal beste Verhältnisse und genossen die Aussicht auf die imposante Bergwelt.
Natürlich wollten wir auch der Franz-Josef-Höhe einen Besuch abstatten und so ging es am Hochtor vorbei weiter in Richtung Heiligenblut. Kurz vor der Franz-Josef-Höhe zog es sich dann extrem zu, wieder machten wir mit dichtem Nebel Bekanntschaft. Wir machten nur eine kurze Pause und fuhren dann direkt zum Hochtor zurück. Die Sicht wurde zunehmend besser und nach einer Pause am Hochtor ließ ich die FJR nochmal so richtig fliegen.

Über Mittersill und die Pinzgauer Höhe ging es dann zurück nach Zell am Ziller. Ein Wort noch zum Gerlospass:
Heute entschieden wir uns die mautfreie Strecke über die Pinzgauer Höhe und Wald im Pinzgau zu fahren. Diese Strecke bin ich heute allerdings zum ersten und zum letzten Mal gefahren. Die Fahrbahn ist schlimmer wie im Krieg und man kommt überhaupt nicht voran. Die 4 Euro Tagesgebühr für den Gerlospass und die Krimmler Wasserfälle lohnen sich also auf jeden Fall.
Da Olaf und Ati am nächsten Tag schon früh schon die Heimreise antreten wollten, waren wir etwas früher zurück im Hotel. Schnell wurden die beiden Bikes verladen und Olaf lud noch zu dem ein oder anderen Getränk ein

Insgesamt war auch der heutige Tag sehr gelungen. Schade war nur der Nebel auf dem Grossglockner, aber man kann nicht immer alles haben ...

  • bei Stuhlfelden
  • Mautstelle Ferleiten ( Grossglockner )
  • Mautstelle Ferleiten ( Grossglockner )
  • Mautstelle Ferleiten ( Grossglockner )
  • :-)
  • Mautstelle Ferleiten ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Fuscher Törl ( Grossglockner )
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ( Grossglockner )
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ( Grossglockner )
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ( Grossglockner )
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ( Grossglockner )
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ( Grossglockner )
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ( Grossglockner )
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ( Grossglockner )
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ( Grossglockner )
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ( Grossglockner )
  • Hochtor ( Grossglockner )
  • Hochtor ( Grossglockner )
  • Hochtor ( Grossglockner )
  • Hochtor ( Grossglockner )
  • Hochtor ( Grossglockner )
  • Hochtor ( Grossglockner )
  • Gasthof Alpenhof Zell am Ziller

7. Tag "Kiefersfelden" 252 Kilometer
Zell am Ziller -> Ramsau im Zillertal -> Zillertaler Höhenstrasse -> Aschau im Zillertal -> Zell am Ziller -> Strass im Zillertal -> Breitenbach am Inn -> Kufstein-> Ursprungpass -> Bayrischzell -> Sudelfeldsattel -> Wörgl -> Brixlegg -> Strass im Zillertal -> Zell am Ziller

Für unsere letzte Tour war die Wettervorhersage nicht sehr günstig. Am Abend vorher spielten wir sogar mit dem Gedanken, mit Olaf & Ati die Heimreise anzutreten. Wir blieben und das war auch gut so !

Wir entschieden uns für eine kleine, aber feine Tour die uns durchs Inntal ins die Bayrischen Alpen führte.
Zunächst ging es aber hinauf zur mautpflichtigen Zillertaler Höhenstrasse. Diese 48 km lange Panoramastraße bietet einen einzigartigen Blick übers Zillertal. Für Motorradfahrer ist sie ehrlicherweise weniger geeignet. Die Straßen sind von extrem bescheidener Qualität, Fahrspaß kommt auf der sehr engen und unübersichtlichen Trasse kaum auf. Zu allem Überfluss bemerkte ich bei der ersten Fotopause, dass ich meine Kamera im Hotel vergessen hatte. Jegliche Gedanken in Zusammenhang mit Olaf's Geburtstagsparty sind hier übrigens unangebracht. Also musste das Handy für einen Schnappschuss herhalten. Allerdings veranlasste uns dieses Missgeschick, nochmal kurz in Zell am Ziller vorbeizuschauen.

Die Tour konnte also zum zweiten Mal beginnen, wir fuhren über schöne Nebenstrecken durchs Inntal in Richtung der deutschen Grenze. In Bayrischzell legten wir eine Mittagspause ein, bei strahlendem Sonnenschein genossen wir leckeren Leberkäs` mit Spiegelei. Olaf & Andreas waren mittlerweile sicher zuhause angekommen, für uns ging es weiter über die Deutsche Alpenstraße nach Kiefersfelden. Der Sudelfeldsattel lädt nur so zum fleißigen Kurvenschwingen ein, allerdings mit gebremstem Schaum. Für besonders exklusive Aufnahmen ist hier der Polizei keine Mühe zu teuer. In Straßengräben liegend versuchten sie, das ein oder andere Bild zu erhaschen.

Der Rest des Tages ist schnell erzählt, über Kufstein und Wörgl ging es zurück ins Zillertal. Auch für uns war nun die diesjährige Tour zuende und die Motorräder wurden für die Heimfahrt vorbereitet. Nachdem alles verpackt war, ließen wir die Woche Revue passieren. Frank und Ich kamen einstimmig zum gleichen Ergebnis: es müssen nicht immer die bekannten Alpenstraßen sein. Die Tour heute und vor allem die Tour zum Walchensee und Namlostal waren die perfekten Ausfahrten. Fahrspaß ohne Ende - gepaart mit toller Natur und leeren Straßen. Was will man mehr ?

In Zell fand das große Jubiläumskonzert der Zillertaler Haderlumpen statt und deshalb war im Gasthof Alpenhof nichts los. So kamen wir in den Genuss, dass sich die ansehnliche Bedienung zu uns gesellte und wir bei einigen Bauernschnäpsen den Abend ausklingen ließen.

  • Zell am Ziller
  • Zell am Ziller
  • Zell am Ziller
  • bei Brandenberg
  • bei Brandenberg
  • bei Brandenberg
  • am Reintalersee
  • am Reintalersee
  • am Reintalersee
  • am Reintalersee
  • am Reintalersee
  • bei Bayrischzell
  • bei Bayrischzell
  • Verladung
  • Verladung

8. Tag "Abreise mit dem Auto" 806 Kilometer
Zell am Ziller -> Strass im Zillertal -> Kiefersfelden -> Dreieck Inntal -> München -> Nürnberg -> Würzburg -> Frankfurt -> Limburg -> Köln -> Essen

Die Geschichte der Heimreise ist schnell geschrieben...
Ohne Zwischenfälle und größeren Stau spulten wir die 800 Kilometer bis ins Ruhrgebiet ab.

Hinter uns lag eine tolle Woche, wir hatten jede Menge Spaß und das Wichtigste ist, wir waren alle gesund und munter wieder zuhause ! Bis zum nächsten Jahr !!!