Alpen / Dolomiten 2002
6.Tag *Colfosco -> Kötschach-Mauthen*: 320 km
Colfosco -> Passo di Valparola -> Passo di Falzarego -> Alleghe -> Passo di Valles -> Passo di Rolle -> Passo di Cereda -> Passo Duran -> Forno di Zoldo -> Passo Cibiana -> Pieve di Cadore -> Passo del Zovo -> Kreuzbergpass -> Sexten -> Kartitscher Sattel -> Sankt Lorenzen -> Kötschach-Mauthen
Gestern war Corvara Zielort, heute erfolgte hier logischerweise der Etappenstart des Giro. Aus diesem Grund machten wir uns schnell aus dem Staub. Nicht weniger als 10 Pässe standen auf dem Weg nach Österreich auf unserem Programm. Über La Villa und den schon bekannten Passo di Valparola kamen wir zum Passo di Falzarego. Diesen fuhren wir heute in die andere Richtung und erreichten über Cernadoi und Caprile den Lago di Alleghe. Nachdem wir hier gestern achtlos vorbei gefahren sind, nahmen wir uns heute etwas Zeit, um den Anblick zu genießen. Bevor wir den ersten Pass erreichten, kamen wir durch Cencenighe Agordino und Falcade. Die wenig befahrene Strecke des Passo di Valles ist sehr kurvenreich und macht richtig Spaß. Zügig haben wir die Paßhöhe von 2031 m erreicht. Weiter ging es zum Passo di Rolle, der aus 41 Kehren auf einer Streckenlänge von 43 km bestand.
Hinter Siror bogen wir links ab, und erreichten den Passo di Cereda. Die "Zweitausender" hatten wir für heute hinter uns und es ging mit 1369 m nicht mehr ganz so hoch hinaus. Der nächste größere Ort war Agordo und ein Höhepunkt stand unmittelbar bevor: der Passo Duran ist ein absolutes Muß. Mit seiner Passhöhe von 1601 m ist er zwar nicht der Höchste, aber immerhin mussten 990 Höhenmeter überwunden werden. Die 25 km Strecke führte uns durch jede Menge enger Kurven. Aber auch die waren irgendwann einmal zuende und wir tourten über Forno di Zoldo, den Passo di Cibiana (1530 m) und Valle di Cadore nach Pieve di Cadore. Hier war es an der Zeit, mal wieder ein Päuschen einzulegen und etwas Sonne zu tanken. Wie sagt ein bekannter Torwart: "Es geht weiter, immer weiter." Genau so ist es und wir fuhren über Lorenzago di Cadore zum Passo del Zovo (1476 m). Dieser ist kaum befahren und die Strecke führt meist durch den Wald.
Durch Padola hindurch erreichten wir unseren letzten Paß auf italienischer Seite, den Kreuzbergpass. Unübersichtliche Kurven forderten auf einer Gesamtstrecke von 41 km nochmal erhöhte Konzentration. Bei Innichen bogen wir rechts auf die SS 49, die uns wieder nach Österreich brachte. Man kann über die Ösis ja sagen was man will, aber bei den Preisen bekommt man an der Tankstelle glänzende Augen. Nach Panzendorf hielten wir uns rechts und kamen auf die B 111, den Kartitschen Sattel. Der Sattel und das Lesachtal laden ein zum wilden hin- und herwedeln. Leider ist diese von Motorradfahrern bevorzugte Strecke extrem Radar verseucht und man sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Die Gesamtstrecke von 53 km führte uns direkt zu unserem Zielort Kötschach / Mauthen.
[Diashow "Kärnten, wir kommen"]
7.Tag *Großglockner*: 340 km
Kötschach-Mauthen -> Gailbergsattel -> Oberdrauburg -> Iselsbergpass -> Großglockner Hochalpenstraße -> Bruck -> Zell am See -> Mittersill -> Krimml -> Gerlospass -> Zillertal Höhenstraße -> Schlitters -> Achenpass -> Rottach-Egern -> Bad Tölz -> Wackersberg-Fischbach
So langsam neigte sich unser Urlaub dem Ende entgegen, und heute führte uns unsere Tour heim nach Deutschland. Wackersberg - Fischbach sollte unser Zielort sein. Den Namen braucht Ihr Euch nicht wirklich merken, nach DER Übernachtung habe ich ihn auch aus meinem Gedächtnis gestrichen, nur soviel: es ist bei Bad Tölz. Das beste hebt man sich ja bis zum Schluß auf, und so sollte der Großglockner unsere heutige Hauptattraktion sein. Zunächst ging es aber über den Gailbergsattel nach Oberdrauburg. Dort bogen wir links auf die B 100 in Richtung Lienz. Bei Dölsach hielten wir uns rechts und erreichten den Iselsbergpass ( 1204 m ). Hier begann der Aufstieg zur Großglockner- Hochalpenstraße. Bei Heiligenblut mußten wir zunächst die Maut von 17 Euro bezahlen.
Auch die Busse stellen für einen Motorradfahrer kein Hindernis dar, da es immer wieder Möglichkeiten zum raschen Überholen gibt. Wir kamen nach Bruck an der Großglocknerstraße und bogen links auf die B 311. Bei Zell am See ging es links auf die B 168, auf der wir durch Orte wie Aufhausen, Piesendorf, Lengdorf, Stuhlfelden und Burk kamen. Nun hielten wir uns wieder links und durchfuhren Mittersill. Weiter ging es auf der B 165, die uns direkt zu den Krimmler Wasserfällen und dem Gerlospass brachte. Da wir ja in Österreich sind, war auch hier eine Maut von 4 € fällig. Dafür hatten wir noch einmal mächtig schöne Kurven bevor wir Zell am Ziller erreichten, dort bogen wir rechts auf B 169 ab. Nach Aschau kamen wir auf die Zillertal Höhenstraße die es auf eine beachtliche Paßhöhe von 2133 m bringt.
Den Rest des Weges gibt es jetzt in aller Kürze: Als wir die Autobahn A 12 überquerten, ging es gerade auf die B 181 weiter. Wir erreichten den Achensee, Achenkirch und direkt hinter der Grenze den Achenpass. In Rottach-Egern fuhren wir linkerhand am Tegernsee vorbei. Über Gmund, Waakirchen und Bad Tölz kamen wir nach etlichem Durchfragen nach Wackersberg - Fischbach. Kein Wunder, daß uns keiner bei unserer Wegsuche helfen konnte, wir waren echt am Ar... der Welt. Wir checkten ein und wollten unseren letzten gemeinsamen Abend bei dem ein oder anderen Bierchen verbringen. Um Viertel vor Zehn ( kein Scherz ! ) wurden wir aufgefordert zu bezahlen, denn man wolle Feierabend machen. Ungläubig starrten wir uns an, und zogen uns dann mit Flaschenbier ( es gab allerdings nur Weißbier light ) auf unsere Zimmer zurück. Schade, diese Tour hätte einen schöneren Abschlußabend verdient gehabt !
[Diashow "Grossglockner"]
8.Tag *Abreise*: 705 km
Wackersberg-Fischbach -> Holzkirchen -> München -> Neufahrn -> Nürnberg -> Würzburg -> Seligenstädter Dreieck -> Offenbacher Kreuz -> Frankfurter Kreuz -> Limburg -> Leverkusen -> Hilden -> Breitscheid -> Essen-Dellwig
Das Frühstück passte zum Gesamtbild dieses "Gasthauses", es war wirklich sehr übersichtlich. So machten wir uns schnellstens auf die Heimreise. Da Ihr mittlerweile genug zu lesen hattet, schildere ich die Heimreise wirklich in aller Kürze: Über Bad Tölz und Holzkirchen gelangten wir zur A 8. Ab hier fuhren wir den klassischen Weg zurück ins Ruhrgebiet. A 8 bis München / Brunnthal > A 99 bis München / Nord > A 9 bis Nürnberg > A 3 über Frankfurt bis zum Kreuz Breitscheid > A 52 bis Essen / Haarzopf > durch Haarzopf bis zur A 40 > A 40 bis Mülheim / Aktienstraße > Essen / Dellwig. Die Rückfahrt wurde von dem ersten WM-Spiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft begleitet. Von Pause zu Pause vielen die Tore wie reife Früchte, bekanntlich stand am Ende ein 8:0 gegen die Saudis zu Buche. Es war nur eine kleine Randerscheinung, aber es lockerte die Rückfahrt etwas auf.
Nach einer Woche waren wir wieder gesund und munter zuhause. Auch unsere Motorräder hatten Spaß an der Tour, zumindest ließen sie uns nicht im Stich.
Downloads
Roadbook als *.doc [86 KB]
Roadbook als *pdf [247 KB]
Karten [2.045 KB]
Motorrad Tourenplaner [14 KB]
Garmin [209 KB]





