Kärnten 2005
Dauer der Tour: 8 Tage / Gesamtstrecke: 3758 km
gefahrene Kilometer mit dem Auto: 1953
gefahrene Kilometer mit dem Motorrad: 1805
1.Tag *Anreise mit dem Auto*: 975 km
Essen -> Köln -> Limburg -> Frankfurt -> Würzburg -> Nürnberg -> München-Ost -> Inntal -> Salzburg -> Spittal -> Gailbergsattel-> Kötschach-Mauthen
Schon auf der chaotischen Abreise im letzten Jahr entschieden wir uns, es in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Motorradanhänger zu versuchen. Zu diesem Zweck mieteten wir uns bei POLO einen gebremsten Hänger für 160 €, inklusive 8 Gurten. Schon am Vorabend wurden die Motorräder auf dem Hänger verzurrt und so konnte es um 04.15 Uhr direkt losgehen. Der Nissan Almera tat sich zwar bei Steigungen etwas schwer, aber im Allgemeinen war das Fahren mit der Fuhre echt kein Problem. Unterwegs machten wir mit allen Facetten des Wetters Bekannschaft: Nebel bei Frankfurt - Regen im Spessart - Sonne in Bayern.
Wir kamen relativ gut voran, lediglich rund um München stockte der Verkehr auf einigen Kilometern. Trotzdem lagen wir gut in der Zeit und die Weiterfahrt nach Österreich verlief ohne weitere Verzögerung. In Salzburg angekommen, bogen wir ab auf die Tauernautobahn, welche wir am Millstätter See wieder verließen. Nun noch 60 Kilometer über Land, und nach 13 Stunden erreichten wir unser Domizil in Kötschach-Mauthen. Kurz vor dem Ziel wurden wir noch vom einem sehr heftigen Schauer auf dem Gailbergsattel überrascht. Es schüttete wie aus Eimern, aber es machte uns nichts, schließlich hatten wir uns in diesem Jahr für die richtige Art der Anreise entschieden.
[Diashow "Vorbereitung & Anfahrt"]
2.Tag *Lienz*: 53 km
Kötschach-Mauthen -> Gailbergsattel -> Oberdrauburg -> Gailbergsattel -> Kötschach-Mauthen
Da für den Nachmittag einige Schauer vorhergesagt waren, beschlossen wir um 10.00 Uhr eine "kurze" Runde von rund 200 Kilometern zu drehen. Dass diese Runde allerdings soo kurz werden sollte, damit hatten auch wir nicht gerechnet.
Zuerst wurden aber die Motorräder betankt, bei einem Preis von einem Euro pro Liter sind wir natürlich mit leeren Tanks angereist. Zum Einschwingen ging es zunächst über den beliebten Gailbergsattel. Als wir dann kurz vor Lienz waren, fing es an zu regnen. Irgendwie erinnerte mich das alles stark an das letzte Jahr ! Wir einigten uns schnell darauf, das Motorradfahren für heute zu beenden und drehten um. Nachdem die Maschinen sicher in Bernhard's Schuppen abgestellt waren, verbrachten wir den Rest des Tages mit Einkaufen und einem Stadtbummel durch Lienz. Insgesamt standen zwar nur 53 Motorradkilometer zu Buche, aber jeder Einheimische bestätigte uns die gute Vorhersage für die nächsten Tage !
[Diashow "Lienz"]
3.Tag *Maltatal & Nockalm*: 375 km
Kötschach-Mauthen -> Gailbergsattel -> Iselsbergpass -> Mölltal -> Spittal an der Drau -> Maltatal Hochalmstrasse -> Nockalmstrasse -> Millstätter See -> Greifenburg -> Kreuzbergsattel -> Kötschach-Mauthen
Schon beim Aufstehen schien uns die Morgensonne kräftig ins Gesicht, die Wetterfrösche und die Einheimischen schienen recht zu behalten. Nach einem ausgiebigem Frühstück starteten wir die Motoren, der Urlaub hat endlich richtig begonnen. Über den Gailbergsattel und Oberdrauburg fuhren wir in Richtung Grossglockner. Nach dem Iselsbergpass, genau gesagt in Winklern, bogen wir rechts ab ins Mölltal. Über die Bundesstraße 106 erreichten wir Spittal an der Drau. In diesem Ort herrschte leichtes Chaos und leider war die Abbiegung in Richtung Gmünd nicht ausreichend beschildert. Nach einer kleinen Ehrenrunde fanden wir die B 99 und fuhren geradewegs zur Maltatal-Hochalmstraße. Schon die Strasse durch das Maltatal selbst ist eine Reise wert. Die Strecke ist zwar nicht sehr anspruchsvoll, aber das Auge fährt ja mit !
An der Mautstelle waren dann 8 Euro fällig, die sich aber auf jeden Fall lohnen sollten. Die Fahrt über die interessante und abwechslungsreiche Strecke wurde nach einigen Kilometern jäh gestoppt. Der Verkehr auf der nun folgenden einspurigen Strecke wurde von einer Ampelanlage geregelt. Die maximale Wartezeit beträgt hier 20 Minuten, wir hingegen durften schon nach 8 Minuten weiterfahren. Trotz der Gewissheit dass hier kein Gegenverkehr herrscht, sollte etwas Vorsicht geboten werden. Die teilweise engen und dunklen Tunnel stellen den konzentrierten Biker aber nicht vor größeren Problemen. Am Kölnbrein-Speicher wurden wir dann mit einem imposanten Eindruck verwöhnt, es lohnt sich auf jeden Fall hier einen Augenblick zu verweilen. Wieder auf der B 99 angekommen, war der Weg zur Nockalmstrasse nicht mehr weit.
Hierzu ein kleiner Tipp: Schon vor der Abreise haben wir uns beim ADAC das verbilligte Tourenticket zugelegt. Es beinhaltet jeweils einen Gutschein für den Grossglockner, die Gerlos-Strasse und die Nockalmstrasse. Ferner kann man - innerhalb von 10 Tagen - den Grossglockner nochmals unter die Räder nehmen ! Das Tourenticket kostet 20 € und ist in allen ADAC-Shops oder im Internet erhältlich. Kurz vor der Nockalm säumten nun doch einige dunkle Wolken unseren Weg, aber um es vorweg zu nehmen, wir blieben trocken. Die Fahrt führt durch ein tolles Naturschutzgebiet, mit vielen Gelegenheiten zum Anhalten und Besichtigen. Der Straßenzustand ist durchweg gut und es gibt hier auch - wie am Grossglockner - besondere Bikers-Points und den Unterfahrschutz an Leitplanken. Die Kurven und Kehren sind sehr übersichtlich und machen jedem Motorradfahrer Spaß. Die Nockalmstrasse ist absolut empfehlenswert und verdient es, dass man etwas mehr Zeit mitbringt.
Wir allerdings sehnten uns weiter nach Asphalt und so ging es unvermindert weiter in Richtung Millstätter See. Der ca. 12 Kilometer lange Millstätter See ist einer der größten Seen im sehr wassereichen Bundesland Kärnten. Leider hatten wir mit einer Tagesbaustelle Pech, so dass wir einen Großteil des Sees umfahren mussten. Entlang der B100 erreichten wir schnell Greifenburg, wo wir links zum Kreuzbergsattel abbogen. Die Auffahrt von Greifenburg macht einfach nur Spaß ! Eine gute Fahrbahn und sehr schöne Kurven führen zur Passhöhe auf 1077 m. Auf der Abfahrt nach Hermagor ist Vorsicht geboten, der sehr schlechte Fahrbahnbelag erfordert erhöhte Aufmerksamkeit. Die letzen Kurven des heutigen Tages waren die der wunderbar zu fahren B 111, die uns direkt nach Kötschach-Mauthen führte. Abends blicken wir auf 375 fantastische Kilometer zurück und bekamen das Grinsen kaum aus unserem Gesicht !
[Diashow "Malta-Hochalmstrasse & Nockalmstrasse"]
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