Mosel 2001

2. Tag : 361 km
Traben-Trarbach -> Horbruch -> Gemünden -> Bacharach -> St. Goar -> St. Goarshausen -> Fachbach -> Neuhäusel -> Montabaur -> Hachenburg -> Betzdorf -> Freudenberg -> Lüdenscheid -> Castrop-Rauxel -> Essen

Nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigem Frühstück machten wir uns um 09.45 h zur Abfahrt bereit. Überraschenderweise hatte es in der Nacht geregnet, sodaß die Straßen wieder feucht und rutschig waren. Zunächst ging es nach Kautenbach und Longkamp zur B50/E42, die wir links in Richtung Hunsrück abbogen. Bei Hochscheid verließen wir die Bundesstraße nach Horbruch. Über Krummenau, Rhaunen, Woppenroth und Schlierschied fuhren wir links auf die B421. Durch Gemünden und Mengerschied kamen wir wieder auf die B50/E42 zurück. Nun ging es an Argenthal vorbei bis wir kurz vor der A61, bei Rheinböllen an einer Tankstelle unsere erste Pause einlegten. Nicht nur die Motorräder brauchten Sprit, einige von uns mußten auch dringend Ihren Nachdurst befriedigen. Nachdem alle versorgt waren, tourten wir weiter. Durch Rheinböllen hindurch kamen wir auf die Bacharacher Straße. Hier beginnt die sehr kurvenreiche Abfahrt zum Rhein hinunter. Wie schon am 1.Tag, das Wetter war uns gut gesonnen. Die Straßen waren wieder trocken und so konnten wir es richtig gut angehen lassen. In Bacharach war Vorsicht geboten. Der ganze Ort, er ist der älteste aller Weinstädte dieser Region, konnte nur im Schritttempo befahren werden. Man wurde richtig durchgeschüttelt, denn hier gab es ausschließlich Kopfsteinpflaster. Rheinabwärts fuhren wir auf der B9 nach Oberwesel. Am Fuße der Loreley entlang ging es bis nach St Goar.

Von hier aus setzten wir mit der Rheinfähre über nach St. Goarshausen. Da heute keine starke Strömung herrschte, hatten wir mit unseren Mopeds auch keinerlei Probleme. Auf der anderen Rheinseite angekommen waren wir noch guten Mutes. Zunächst fuhren wir auf der B42 weiter rheinabwärts, die wir allerdings nach Saueressigs-Mühle rechts verlassen wollten.Sinnigerweise waren aber alle Hinweisschilder nur von der Gegenrichtung erkennbar,so daß wir ziemlich genervt einfachhalber der Bundesstraße folgten. Aus diesem Grund kamen wir durch Orte wie Kestert, Kamp, Bornhofen, Osterspai und Braubach. Um wieder auf den geplanten Weg zurückzukehren, hetzten wir von einer Bundesstraße auf die andere. Meine Laune hielt sich sehr in Grenzen, hatte ich mich doch tagelang mit der Tourenplanung beschäftigt. Kurz vor Lahnstein ging es auf der B260 über Fachbach nach Bad Ems. Von dort aus fuhren wir links auf die B261 und bogen dann rechts auf die B49 in Richtung Neuhäusel ab. Nach Montabaur, wo wir die A3 kreuzten, kamen wir rechts in ein großes Gewerbegebiet. Angezogen von einem großen M und einem Kasper mit albernen roten Haaren nahmen wir hier unser Mittagessen ein.

Hier war es nun an der Zeit, nicht nur an uns zu denken. Von langer Hand vorbereitet, lenkte ich meinen Bruder ab und "Fury" bekam seinen verdienten Hafersack. Diese Aktion brachte viel Gelächter und die allgemeine Laune stieg wieder an. Noch besser wurde sie aber, als Frank nach Ende unserer Pause, sich anzog und schon den Motor startete. Gerade noch rechtzeitig fiel sein Blick auf den Hafersack, den er dann umgehend entfernte. Ich stellte mir den ersten Motorradfahrer vor,der uns, mit einer Hand grüßend, entgegengekommend vor Lachen vom Motorrad gefallen wäre. Auf der B255 ging es rechts über Boden nach Niederahr weiter. Nun machten wir einen neuen Versuch. Fernab von Bundes-straßen wollten wir in den Westerwald zurückkehren, was uns mit nur 3mal Karte lesen auch nicht wirklich richtig gut gelang. Von Niederahr aus fuhren wir über Ötzingen, Helferskirchen, Ewighausen und Weidenhahn nach Freilingen. Mittlerweile war die gesamte Gruppe zermürbt und wir sehnten uns die Autobahn in Richtung Heimat herbei. Weiter ging es über Dreifelden, Linden, Lochum, Alpenrod und Hachenburg. Wir hatten für dieses idyllische Westerwaldstädtchen nur wenig Zeit und kamen über die L288 nach Betzdorf. Dem ersten Autobahnhinweisschild folgend, fuhren wir über die B62 nach Kirchen. Hier mußten unsere Motorräder vollgetankt werden. Bei der Gelegenheit erkundigten wir uns nach dem schnellsten Weg zur A45. Der Tankwart empfahl uns nicht bei Siegen aufzufahren, sondern in Freudenberg.

Gesagt, getan! Wir bogen links ab und der Weg führte uns über Niederasdorf und Niederfischbach nach Freudenberg. Endlich war die Autobahn erreicht und wir traten unseren Heimweg an. Über Olpe, Lüdenscheid und Hagen ging es zurück. Wir hatten Glück, selbst am Westhofener Kreuz kamen wir ohne Probleme vorbei. Da für Frank eine andere Strecke günstiger war, hielten wir hinter Dortmund-Süd auf einem Parkplatz, um ihn würdig zu verabschieden. Während es für ihn über die A40 zurückging, fuhren wir weiter bis zum Kreuz Castrop-Rauxel, dann weiter die A42 und über die Ausfahrt Bottrop-Süd nach Essen-Dellwig zurück. Fazit: Die Rückfahrt war nicht gerade das Richtige zum Motorradfahren.Aber trotzdem wird uns auch diese Tour immer in guter Erinnerung bleiben. Wir hatten jede Menge Spaß und alle freuen sich schon auf's nächste Jahr. Das Wichtigste ist jedoch, daß nichts passiert ist und alle gesund und munter wieder heimgekommen sind.

[Diashow "2.Tag"]

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