Schwarzwald 2008
2.Tag *Rund um den Belchen II*: 110 km
Todtnauberg -> Schlechtnau -> Geschwend -> Bernau -> Todtmoos -> Häg -> Schönau -> Aitern -> Multen -> Stohren -> Schauinsland -> Hofsgrund -> Steinwasen -> Muggenbrunn -> Todtnauberg
Um viertel nach vier starteten wir unsere Triebwerke. Bisher war es ein schöner Tag, eine flotte Schwarzwaldtour sollte diesen abrunden. Was folgte waren 110 kurvige, extrem spaßige Kilometer. Der "Black Forrest" gefiel uns, die Höhenmeter die man hier absolviert sind schon immens. Die Strecke glich in etwa der von gestern, es ging rund um den Belchen. Der Belchen ist mit seinen 1414 Metern zwar nur die vierthöchste Erhebung des Schwarzwaldes, trotzdem wird er "der Panoramaberg" genannt. Bei klarer Sicht kann man zum einen die Vogesen erbl icken, zum anderen reicht der Blick bis in die Westalpen.
Nach 2 Stunden parkten wir unsere Bikes wieder unter dem Carport, den Tag ließen wir dann gemütlich zuende gehen. Die Vorfreude auf den nächsten Tag war riesig, die erste große Tour stand bevor. Unser Motorradurlaub fing dann erst richtig an ... Auflösung folgt !
[Diashow "Rheinfall & Rund um den Belchen II"]
3.Tag *Nordschwarzwald*: 400 km
Todtnauberg -> Kirchzarten -> St. Märgen -> Furtwangen -> Schonach -> Wolfach -> Bad Peterstal-Griesbach -> Oppenau -> Mummelsee -> Schwarzenbachtalsperre -> Seewald -> Freudenstadt -> Reinerzau -> Schenkenzell -> Schramberg -> St. Georgen -> Furtwangen -> St. Märgen -> Kirchzarten -> Todtnauberg
Neuer Tag, neues Glück - heute ging es in die Vollen ! Mit 400 Kilometern lag heute die längste Tour vor uns. Das Wetter war ein Traum, das Navi war gespeist - eigentlich konnte nichts schiefgehen !
Nach einem ordentlichem Frühstück ging es um kurz vor Zehn los. Nanu, direkt beim losfahren winkte Frank wie wild auf seiner BMW umher. Natürlich hielt ich sofort an, und durfte mir dann anhören, dass ich wohl mal dringend nach Luft schauen sollte. Na ja, es sollte ja bald eine Tankstelle kommen, also ging es zunächst unvermindert weiter. Als nach 40 Kilometern immer noch keine Tankstelle verfügbar war, machte Frank mir unverständlich klar, dass es nun höchste Zeit für meinen Hinterreifen sei ! Also ließ ich das Navi eine Tankstelle suchen und fuhr auf direktem Wege dort hin. Oh je, der Reifen war knallheiß und hatte nur weniger als 1 Bar intus. Komischerweise bin ich dafür aber recht flott durch die Kurven geflogen - schon ziemlich gutmütig die Dicke ! Ohne sich groß weiter Gedanken zu machen setzen wir unsere Nordschwarzwaldtour fort - ein El Dorado für Motorradfahrer. Auf unserer Strecke herrschte kaum Verkehr und so genossen wir die Kurven in vollen Zügen ! Rund um die Schwarzenbachtalsperre sollte man aber peinlichst genau auf die Geschwindigkeitsbegrenzung achten. Aber auch mit gebremsten Schaum machte es eine Menge Spaß den Asphalt unter die Räder zu nehmen. An der Staumauer lud ein Kiosk zu einer kurzen Rast ein. Frank bestätigte mir, dass mein Hinterreifen nun wieder ganz normal ausschaute ! Die Talsperre war gleichzeitig unser Wendepunkt, aber wir hatten noch jede Menge Kilometer vor uns - jeder einzelne davon war aber ein Erlebnis. Über Freudenstadt, St. Georgen und Kirchzarten ging es lansam wieder nach Todtnauberg. Um 19 Uhr schalteten wir unsere Motoren ab - es sollte ein symbolisches Bild sein, was wir aber an diesem Abend noch nicht wussten. Im Gegenteil - mit jedem kalten Weizenbier stieg unsere Vorfreude auf die Highlights der diesjährigen Tour - die Vogesen !!!
[Diashow "Nordschwarzwald"]
4.Tag: 19 km
Todtnauberg -> Todtnau -> Todtnauberg
Wie immer ging der erste Blick nach dem Aufstehen in den Himmel. Es war einfach unfassbar, nach 3 Wochen Dauerregen schienen wir wirklich die perfekte Woche gebucht zu haben - zumindest was das Wetter betrifft.
Auf dem Programm stand heute die erste von ursprünglich zwei geplanten Touren durch die Vogesen. Wir freuten uns wie Bolle, denn mit Frankreich betraten wir motorradmäßig absolutes Neuland.
Doch auf einmal stand jemand hinter mir und haute mir voll mit einem Spaten gegen den Hinterkopf - so zumindest habe ich mich beim Abbocken meiner FJR gefühlt .... Ihr ahnt es vielleicht - der Hinterreifen war total platt !
Ich habe es ja bereits gestern geahnt, von alleine verliert das Gummi nicht soviel an Luft. Wir versuchten zu retten was zu retten ist, also ging es im Schneckentempo zur Tankstelle. Aber es half nichts, schnell entdeckten wir einen Nagel in meinem Z6 und die Luft blies kräftig raus, so war das Weiterfahren einfach unmöglich. Noch guter Hoffnung fuhren wir zur Wohnung um einen neuen Pneu zu besorgen. Na ja, geht es halt morgen in die Vogesen !
Am Telefon dann folgte die nächste Ernüchterung: Keine Yamaha- Reifen- oder sonstiger Motorradhändler im Umkreis von 100 Kilometern könnte mir den passenden Z6 kurzfristig besorgen. Es lag an der Sonderspezifikation "C", welche ausschließlich auf der FJR gefahren werden darf. Um die Tour zu retten kramte Frank sein BMW-Reifenpannenset hervor, meine Gedanken beschäftigten sich mit dem Spray "Reifenpilot". Aber letztlich siegte die Vernunft, diese Sachen waren für unsere Kurvenhetzerei einfach nicht geeignet. Es war so gegen 13 Uhr, da erklärten wir unsere MOTORRAD-Tour offiziell für beendet !
[weiter zur letzten Seite]




