Zillertal 2007

6.Tag *Grossglockner II*: 271 km
Zell am Ziller -> Pinzgauer Höhe ( 1507 m ) -> Wald im Pinzgau -> Mittersill -> Bruck an der Grossglocknerstrasse -> Grossglockner Hochalpenstrasse ( 2571 m ) -> Bruck an der Grossglocknerstrasse -> Mittersill -> Wald im Pinzgau -> Pinzgauer Höhe ( 1507 m ) -> Zell am Ziller

Bei unserem ersten Besuch der Grossglockner-Hochalpenstraße erhielten wir ein kostenloses Ticket, welches 10 Tage nach der ersten Fahrt einlösbar war. So machten wir uns abermals auf in Richtung Zell am See, mit der Hoffnung dieses Mal besseres Wetter am Glockner zu erwischen. Ich hatte es mir zumindest so für Olaf gewünscht, denn er feierte heute seinen 38. Geburtstag ! Die Anfahrt zum Glockner verlief eintönig und ohne Probleme. Kaum waren wir an der Mautastelle Ferleiten angekommen, erlebten wir ein Deja Vù. Es fing an zu regnen, um dem Schauer zu entgehen, lud uns Olaf auf einen leckeren Geburtstags-Strudel ein. Die Wolken verzogen sich und wir begannen unsere Auffahrt zum Fuscher Törl. Da die Straße auch nicht sehr feucht war, konnten wir es recht zügig angehen lassen. Auf 2428 Meter Höhe hatten wir diesmal beste Verhältnisse und genossen die Aussicht auf die imposante Bergwelt.
Natürlich wollten wir auch der Franz-Josef-Höhe einen Besuch abstatten und so ging es am Hochtor vorbei weiter in Richtung Heiligenblut. Kurz vor der Franz-Josef-Höhe zog es sich dann extrem zu, wieder machten wir mit dichtem Nebel Bekanntschaft. Wir machten nur eine kurze Pause und fuhren dann direkt zum Hochtor zurück. Die Sicht wurde zunehmend besser und nach einer Pause am Hochtor ließ ich die FJR nochmal so richtig fliegen.
Über Mittersill und die Pinzgauer Höhe ging es dann zurück nach Zell am Ziller. Ein Wort noch zum Gerlospass:
Heute entschieden wir uns die mautfreie Strecke über die Pinzgauer Höhe und Wald im Pinzgau zu fahren. Diese Strecke bin ich heute allerdings zum ersten und zum letzten Mal gefahren. Die Fahrbahn ist schlimmer wie im Krieg und man kommt überhaupt nicht voran. Die 4 Euro Tagesgebühr für den Gerlospass und die Krimmler Wasserfälle lohnen sich also auf jeden Fall.

Da Olaf und Ati am nächsten Tag schon früh schon die Heimreise antreten wollten, waren wir etwas früher zurück im Hotel. Schnell wurden die beiden Bikes verladen und Olaf lud noch zu dem ein oder anderen Getränk ein !
Ingesamt war auch der heutige Tag sehr gelungen. Schade war nur der Nebel auf dem Grossglockner, aber man kann nicht immer alles haben ...

7.Tag *Kiefersfelden*: 252 km
Zell am Ziller -> Ramsau im Zillertal -> Zillertaler Höhenstrasse ( 2133 m ) -> Aschau im Zillertal -> Zell am Ziller -> Strass im Zillertal -> Breitenbach am Inn -> Kufstein-> Ursprungpass ( 839 m ) -> Bayrischzell -> Sudelfeldsattel ( 1097 m ) -> Wörgl -> Brixlegg -> Strass im Zillertal -> Zell am Ziller

Für unsere letzte Tour war die Wettervorhersage nicht sehr günstig. Am Abend vorher spielten wir sogar mit dem Gedanken, mit Olaf & Ati die Heimreise anzutreten. Wir blieben und das war auch gut so !
Wir entschieden uns für eine kleine, aber feine Tour die uns durchs Inntal ins die Bayrischen Alpen führte.
Zunächst ging es aber hinauf zur mautpflichtigen Zillertaler Höhenstrasse. Diese 48 km lange Panoramastrasse bietet einen einzigartigen Blick übers Zillertal. Für Motorradfahrer ist sie ehrlicherweise weniger geeignet. Die Straßen sind von extrem bescheidener Qualität, Fahrspaß kommt auf der sehr engen und überübersichtlichen Trasse kaum auf. Zu allem Überfluss bemerkte ich bei der ersten Fotopause, dass ich meine Kamera im Hotel vergessen hatte. Jegliche Gedanken in Zusammenhang mit Olaf's Geburtstagsparty sind hier übrigens unangebracht. Also musste das Handy für einen Schnappschuss herhalten. Allerdings veranlasste uns dieses Missgeschick, nochmal kurz in Zell am Ziller vorbeizuschauen.
Die Tour konnte also zum zweiten Mal beginnen, wir fuhren über schöne Nebenstrecken durchs Inntal in Richtung der deutschen Grenze. In Bayrischzell legten wir eine Mittagspause ein, bei strahlendem Sonnenschein genossen wir leckeren Leberkäs` mit Spiegelei. Olaf & Andreas waren mittlerweile sicher zuhause angekommen, für uns ging es weiter über die Deutsche Alpenstrasse nach Kiefersfelden. Der Sudelfeldsattel lädt nur so zum fleißigen Kurvenschwingen ein, allerdings mit gebremstem Schaum. Für besonders exklusive Aufnahmen ist hier der Polizei keine Mühe zu teuer. In Strassengräben liegend versuchten sie, das ein oder andere Bild zu erhaschen.
Der Rest des Tages ist schnell erzählt, über Kufstein und Wörgl ging es zurück ins Zillertal. Auch für uns war nun die diesjährige Tour zuende und die Motorräder wurden für die Heimfahrt vorbereitet. Nachdem alles verpackt war, ließen wir die Woche Revue passieren. Frank und Ich kamen einstimmig zum gleichen Ergebnis: es müssen nicht immer die bekannten Alpenstrassen sein. Die Tour heute und vor allem die Tour zum Walchensee und Namlos-Tal waren die perfekten Ausfahrten. Fahrspaß ohne Ende - gepaart mit toller Natur und leeren Straßen. Was will man mehr ?
In Zell fand das grosse Jubiläumskonzert der Zillertaler Haderlumpen statt und deshalb war im Gasthof Alpenhof nichts los. So kamen wir in den Genuss, dass sich die ansehnliche Bedienung zu uns gesellte und wir bei einigen Bauernschnäpsen den Abend ausklingen ließen.

[Diashow "Grossglockner II & Kiefersfelden"]

8.Tag *Abreise mit dem Auto*: 806 km
Zell am Ziller -> Strass im Zillertal -> Kiefersfelden -> Dreieck Inntal -> München -> Nürnberg -> Würzburg -> Frankfurt -> Limburg -> Köln -> Essen

Die Geschichte der Heimreise ist schnell geschrieben...
Ohne Zwischenfälle und größeren Stau spulten wir die 800 Kilometer bis ins Ruhrgebiet ab.
Hinter uns lag eine tolle Woche, wir hatten jede Menge Spaß und das Wichtigste ist, wir waren alle gesund und munter wieder zuhause ! Bis zum nächsten Jahr !!!

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