Planung und Vorbereitung

Bevor es losgehen kann, ist Entscheidungsfreude gefragt: Denn ohne eine ungefähre Ahnung von Reiseziel und Art des Trips lässt es sich schlecht planen und eine sinnvolle Ausrüstung zusammenstellen. Der Eine folgt dem Motto "Der Weg ist das Ziel " und legt sein Augenmerk auf schöne Anfahrtswege.
Der Andere tendiert mehr dazu über die Autobahn auf direktem Weg sein Urlaubsziel zu erreichen.
Sich im Motorradurlaub zwang- und ziellos treiben zu lassen kann durchaus reizvoll sein. Wer jedoch genaue Vorstellungen seiner Reise hat, muss einen gewissen Planungsaufwand in Kauf nehmen. Richtiges Kartenmaterial oder der heimische PC sind dabei sehr von Nutzen. Eine Frage des Geldbeutels, aber auch des Einsatzzweckes ist die Verwendung von GPS-Geräten. Sie geben die momentane Position an und weisen Richtung, Entfernung und Strecke zum eingegeben Ziel. Die meisten Computerprogramme, wie zB der MOTORRAD Tourenplaner, unterstützen GPS und die Routen können problemlos übertragen werden. Aber sind wir mal ehrlich, ist es nicht auch reizvoll, bei einem guten Gläschen Wein, Straßenkarten zu studieren ? Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude !

Damit Erholungswert und Sicherheit nicht auf der Strecke bleiben, sind möglichst kurze Etappen und ausreichend Pausen angesagt. Ich finde, lieber mehrere Pausen machen, die dann etwas kürzer ausfallen.Als grobe Richtlinie gilt: Für eine Tagesetappe auf der Autobahn sollte man nicht mehr als 800 Kilometer einplanen; auf der Landstraße schafft man nicht mehr als 500 Kilometer und für Kurvenspaß auf verwinkelten Sträßchen kalkuliert man am besten nicht mehr als 280 Kilometer ein. Das Ganze ist natürlich abhängig von Fahrer und Maschine.
Alternativen zum Kilometerfressen auf der Autobahn haben Reiseanbieter und Speditionen parat, die auf Motorradtransporte spezialisiert sind. Zu nennen ist hier aus der Autoreisezug. Viele Anbieter fahren die Ziele in der Hauptsaison sogar im Linienverkehr an. Der Biker reist entweder im komfortablen Begleitfahrzeug mit, steigt in den Zug oder jettet zeitsparend im Flugzeug hinterher. Auch die Anschaffung oder Miete eines Motorradanhängers ist eine Überlegung wert: Wer in der Gruppe auf Pässe-Tour gehen möchte, kann auf einem Einachser bis zu drei Motorräder transportieren.

Egal welche Art der Anreise gewählt wird, man sollte sich frühzeitig um die benötigten Reisedokumente kümmern. Sind Ausweis und/oder Reisepass noch gültig und welche Papiere, Versicherungen und Impfungen benötigt man im Urlaubsland. Mit ins Gepäck gehört auf jeden Fall die Grüne Versicherungskarte.
Auch mit den im Urlaubsland herrschenden Tempolimits und Bußgeldbestimmungen sollte man sich vertraut machen.
Die Verbandstasche ist zwar nur in Österreich Pflicht, aber sie kann nirgendwo schaden !!!

( Quelle: ARAL-Handbuch "Motorradreisen" )

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